Mittwoch, 25. Juli 2012

[Rezension] Richard Laymon - Das Inferno

Stephen King, Dean Koontz, Richard Laymon. Sie sollen zu den besten Horrorautoren gehören, die es bis jetzt gab. Und eine Gemeinsamkeit haben sie wirklich. Splatter als Buchversion.

Zum Inhalt: Das es in L.A. immer wieder Erdbeben gibt, ist jedem bekannt. Besonders den Menschen die dort leben, so wie Clint und seine Familie. Doch was an diesem morgen passiert, steigt weit über das normale Erdbeben hinaus... und hinterlässt Spuren.
Clint, den das Beben auf der Arbeit überrascht, versucht nun zu seiner Frau Sheila und zu seiner Tochter Barbara zu gelangen.

"Es ist, als wären sie keine Menschen mehr, diejenigen, die das hier angerichtet haben." (S.562, Taschenbuchausgabe)



Stil: Es gibt drei verschiedene Stränge in der Geschichte, die langsam (für meinen Geschmack viel zu langsam) zusammenlaufen. Zum einem ist da Clint, der auf der anderen Seite von L.A. ist und auf seinem Weg diverse Bekanntschaften macht. Darunter die junge Em, ein Teenager, und die missmutige Mary. Die Geschichte beginnt allerdings mit Stanley, dessen Geschichte sich zusammen mit der von Clints Frau Sheila ereignet. Sheila hat zwar überlebt, aber kann nicht fliehen. Ein großer Nachteil... Der dritte Strang dreht sich um Barbara, die Tochter. Sie ist zum Zeitpunkt des Bebens mit dem Fahrschulauto unterwegs. Bei ihr sind drei Schul"freunde" und der Lehrer. Doch nach dem Beben ist nichts mehr so, wie es vorher war...
Die Grundidee, diese drei Stränge am Ende miteinander zu verbinden, ist ja echt super. Aber das Buch hätte dafür gut und gerne 200 Seiten weniger haben können. Um genau zu sein - es hätte durchaus gereicht, wenn nur ein Psychopath auftaucht. Doch die Protagonisten laufen scheinbar wirklich jedem noch so kranken Menschen über den weg, das sich ihre Reise zum gemeinsamen Ziel erheblich beschwert und andauert. Nach der Hälfte des Buches hab ich aufgehört die erwähnten Leichen zu zählen. Und auf den letzten Seiten empfand ich es nur noch als nervig. Klar, es soll ein Horrorbuch sein. Aber doch nicht auf der Basis vom "Haus der 1000 Leichen"...

Fazit: Koontz kenne ich nicht und Laymon überzeugt mich bisher nicht. Für mich bleibt King vorerst die Nummer Eins der Horrorautoren. Ich mag Horror, aber nicht diese extreme Variante ohne Sinn und Verstand. Für mich purer Splatter mit (zu) viel Sex.


Note: (18%)


Allgeime Infos:
- Das Inferno (orig. Quake) von Richard Laymon
- ISBN-10: 3453675827
- erschienen am 08. Juni 2010 beim Heyne Verlag
- Taschenbuch mit 640 Seiten (9,95 Euro) oder Kindle Edition (8,99 Euro)
- Leseprobe: beim Verlag 
- Leserunde: keine

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