Mittwoch, 12. Dezember 2012

[Rezension] A.C. Schyboll - Jenseits der Dunkelwelt

Bei diesem Buch muss ich ganz ehrlich gestehen, das ich es am Ende leider nur noch mehr oder weniger überflogen habe. Ich bin mit dem Stil garnicht zurecht gekommen, wie auch einige andere (es gibt aber auch das Gegenteil!).

"Alle Welten schienen sich so zu durchdringen, dass es keine wirkliche Grenze gab. Die Grenzenlosigkeit des Seins als ein Hyperraum, der in reinem Geist mündete. Was immer Geist auch sein mochte. Nicht einmal Elektrizität wurde ja verstanden. Nur die Auswirkung davon kannte man. So war es auch mit dem Geist und den Schichtwelten, wie Karl sie sich vorstellte." (S. 79)

Die Story: Karl hat drei Kinder, ist verheirtet und Systemadministrator in einer Bank. Eigentlich läuft alles gut, er hat genug Geld und seine Kinder sind, laut seiner Frau Viktoria, allesamt hochbegabt. Doch Karl ist einfach unzufrieden mit seinem Leben, fehlt ihm seine große Erfüllung: ein bekannter, begnadeter und erfolgreicher Schriftsteller werden.
Aber wie soll Karl zwischen all diesen alltäglichen und einschnürenden Abläufen seine Träume ausleben? Er fühlt sich gefangen in seinem Leben und beschließt daher, die Freiheit zu suchen.
Karl fällt aber nichts besseres ein, als einen Bankraub zu inszenieren. Nach halbwegs erfolgreichem Umsetzen landet Karl für wenige Wochen in der Psychatrie. Doch diese Zeit reicht ihm einfach nicht, sein "Meisterwerk" zu vollenden. Ein neuer Plan muss her, und da trifft es sich ganz gut das der bekannte Rockstar Lisanna in der Stadt einen Auftritt hat...

Der Stil: ich mochte ihn leider nicht. Ich habe mittlerweile einige Bücher aus dem fhl Verlag lesen dürfen, aber keines hat mir so wenig gefallen. Dialoge fehlen in diesem Buch gänzlich, jedenfalls im herkömmlichen Sinne. Ich weiß garnicht recht wie man diesen Stil beschreibt, mein Fall ist es aber leider garnicht. Mir kommt es dabei so vor, als würden die Charaktere garnicht richtig miteinander agieren. Jeder trägt war seinen Teil zur Geschichte bei und bringt durch seine Meinung und Gedanken die Geschichte weiter, aber immer nur einzeln. Auch der allgemeine Erzählstil sagte mir nicht ganz zu.
Die Kapitellänge und Aufteilung empfand ich als angenehm, wobei ich an der ein oder anderen Stelle sogar noch einen Absatz mehr eingefügt hätte. Denn wie man schnell merkt, ist dieses Buch voller philosophischer Ansätze und Aussagen.

Mein Fazit: Wie gesagt, leider war das Buch nicht mein Fall. Mag sein das der Stil anderen gefällt, meinen Lesefluss hat es aber komplett durcheinander gebracht und gestört. Teilweise musste ich mich ei wenig zwingen das Buch zu Ende zu lesen. Das liegt aber nicht nur am Stil, auch der Hauptcharakter Karl war nicht mein Fall. Statt sich wirklich mal Hilfe zu suchen oder mit seiner Frau zu reden erfindet er einen Banküberfall und entführt einen Rockstar... das ist mir eindeutig zu realitätsfern. Da hätten die Ärzte in der Psychatrie meiner Meinung nach nie einer Entlassung zugestimmt.
Auch das Ende konnte mich leider nicht überzeugen, auch wenn es meiner Ansicht nach einer der wenigen wirklich realistischen Apsekte des Buches enthält.


Note: (37%)


Allgemeine Infos:
- Jenseits der Dunkelwelt von A.C. Schyboll 
- erschienen am 15. September 2012 beim fhl Verlag
- ISBN-13: 978-3942829250
- Taschenbuch mit 289 Seiten (12,95 Euro) 
- Leseprobe: beim Verlag
- Leserunde: bei LovelyBooks.de

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