Dienstag, 4. Dezember 2012

[Rezension] Britta Sauerland - Türen zum Licht

Durch LovelyBooks.de durfte ich dieses Buch lesen und war dann leicht überrascht was sich denn tatsächlich hinter dem Titel verbirgt...

"Da saß ich nun im Flieger, auf der Heimreise nach New York, zu Armand, zu meiner Arbeit, zu meinem hektischen alltäglichen Leben, von dem ich glaubte, ohne es nicht sein zu können. Die Erfahrungen hier hatten mich eines Besseren belehrt." (S. 89)

Die Story: Brigitte lebt in New York, ist erfolgreiche Reporterin, beliebt und hat einen Freund namens Armand. Doch dies war nicht immer so. Denn in ihrer Kindheit hat sie einen schweren Schicksalschlag erlitten, als ihre Eltern bei einem Erdbeben in Indien ums Leben gekommen sind. Jegliche Erinnerung vor diesem Unglück fehlt Brigitte. Dies belastet sie so sehr, das sie zeitweise sogar Schlaftabletten nimmt. Doch eines Tages möchte sie aus diesem Kreis ausbrechen und fährt in ihre alte Heimat, zurück nach Frankreich. Armand und Marie, Brigittes beste Freundin, machen sich Sorgen. Und dies scheinbar auch berechtigt, denn plötzlich verhält sich Brigitte ganz merkwürdig und träumt nun auch seit langem wieder... doch was hat all dies wirklich zu bedeuten? Liegt es an der magischen Vergangenheit des Ortes in dem sie aufgewachsen ist? Wie sind ihre Eltern wirklich gestorben?



Der Stil: direkt beim ersten durchblättern fiel mir auf: hier sind zwei gänzlich verschiedene Stile miteinander vermischt. Die Erinnerungen von Brigitte die sich durch ihre Träume einen Weg zurück in ihr Bewusstsein bahnen, erlebt sie als Kind im Hause ihrer Eltern. Hier spielen Fabelwesen eine große und wichtige Rolle, zum einem gibt es fliegende Pferde, Kobolde die wie Hunde aussehen, Elfen, böse Hexen und allerhand weitere magische Geschöpfe. Diese Geschichten haben nicht nur einen anderen Erzählstil, sondern sind auch optisch durch Schriftart und Stil von der eigentlich Geschichte getrennt. Die Geschichten werden dabei von verschiedenen Ich-Erzähler wiedergegeben, auch von Brigitte selbst. Man erfährt einiges über sie und ihre Kindheit, was so manche Wissenslücke in der "realen" Welt schliesst. Ein besonderes Merkmal möchte ich noch hervorheben - es befinden sich teilweise sehr schöne Illustrationen in den Geschichten, die Brigitte mit ihren Freunden zeigen. Diese eignen sich sehr gut für Kinder.
Diese "reale" Geschichte wird ebenfalls durch Brigitte als Ich-Erzählerin wiedergegeben, doch man merkt deutlich das es sich um die erwachsene Brigitte handelt. Die Gedanken werden ganz anders dargestellt und auch ihr Handeln ist ein anderes.

Mein Fazit: ein paar Ecken und Kanten hat dieses Buch zwar und auch die Kindergeschichten würde ich erst ab einem Alter von ca. 10 Jahren vorlesen/lesen lassen - aber dennoch fügt sich am Ende alles ganz gut zusammen und rückt Brigittes Geschichte in das richtige Licht. Wobei ich auch sagen muss, dass das Ende ein wenig abrupt kam, vielleicht täuschte mich es aber auch, da ich zwischenzeitlich ein anderes Buch beendet habe und so nicht mehr zu 100% in der Geschichte drin war. Denn das ist wichtig, besonders für vielen Feinheiten, welche gut von Britta Sauerland verarbeitet worden sind.
Wer gerne Fantasybücher liest, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen.


Note: (77%)


Allgemeine Infos:
- Türen zum Licht von Britta Sauerland
- erschienen am 12. Oktober 2012 beim Fantasy-Türen Verlag
- ISBN-13: 978-3981542707
- Hardcover mit 368 Seiten (19,90 Euro) oder Taschenbuch (9,90 Euro)
- Leseprobe: beim Verlag
- Leserunde: LovelyBooks

Kommentare:

  1. Schöne Rezi ;) Das Buch klingt wirklich interessant und der Wechsel zwischen "realer" Welt und den Kindheitserinnerungen scheint gut gelungen zu sein. Und die Fabelwesen wirken auch sehr abwechslungsreich. Das Buch werde ich mir mal merken ;)
    lg Filo

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    1. Ich find's besonders für den Taschenbuchpreis ein wirklich gelunges Buch

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  2. Huhu, mich hätte das Buch auch voll interessiert, aber hatte kein Glück.
    Wir haben einen Tag für dich, evtl hast ja Lust mitzumachen.

    http://steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de/2012/12/tag-100-bucher-die-man-gelesen-haben.html

    lg, Steffi

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