Samstag, 9. Februar 2013

[Rezension] Angela S. Choi - Hello Kitty muss sterben

Mein ersten Wanderbuch - war ganz okay. Ich hab leider die Runde ein bisschen nach hinten verzögert, aber ich hoffe die anderen Teilnehmer nehmen mir es nicht übel :)

"Sean setzte mich zu Hause ab. An dem Abend dankte ich Jesus dafür, das er Sean einfach so vor dem Restaurant hatte aufkreuzen lassen. Ich fragte mich nicht, warum Sean dagewesen war. Vor allem aber war es mir gleichgültig." (S. 74 (c) Randomhouse)

Zur Story: Die Chinesin Fiona Yu, kurz Fi, ist 28 Jahre alt und lebt noch zu Hause bei ihren Eltern in Kalifornien. Sie ist Firmenanwältin, arbeitet dabei viel und gern und ist überzeugter Single. Doch ihr Vater möchte das gern ändern, denn schließlich muss man mit 28 verheiratet sein und die Kinderplanung angehen. Doch Fi sieht das ganz anders, sie möchte weder einen Mann noch Kinder. Das einzige was sie möchte, ist ein Hymen (auch als Jungfernhäutchen bekannt). Denn das fehlt ihr seit Geburt an.
Ein Arzt ist schnell gefunden, entpuppt sich dieser doch als ihr alter Schulfreund Sean, den sie zuletzt vor 16 Jahren gesehen hat. Die beiden kommen sich wieder näher, aber völlig anders als man es sich vorstellen mag...
Der Stil: Fi erzählt uns diesen doch recht kurzen Lebensabschnitt aus der Perspektive eines Ich-Erzählers. Dabei schweift sie gedanklich oft in die Vergangenheit, zurück zu ihrer Schulzeit mit Sean und den damaligen elterlichen Erziehungsmethoden. Sarkasmus und eine gehörige Portion Verbitterung lassen Fis Gedanken oft sehr unreif wirken. Entsprechend unreif und naiv wirken daher auch ihre vom Vater ausgesuchten Dates. Und auch leider fehlt Sean der nötige Tiefgang, den diesen Buch dringend gebraucht hätte.
Die Kapitel sind gut eingeteilt, es gibt ausreichend Unterbrechungen um von Fi mal eine Pause zu machen. Ich habe diese Pause auch genutzt, den Fis Charakter empfand ich stellenweise doch als nervig. Sie hat witzige und leuchtende Momente, aber meiner Ansicht nach zu wenig davon.

Mein Fazit: Mich hat das Buch nicht begeistert, es war okay. Für ein Wanderbuch optimal, ich hätte es mir nicht selbst gekauft bzw. den Kauf wohl später doch irgendwie ein wenig bereut. Aus einem guten Thriller über ein Serienkiller"paar" wird hier leider nur eine mittelmäßige Geschichte gemacht.


Note: (35%)


Allgemeine Infos:
- Hello Kitty muss sterben (orig: 'Hello Kitty must die') von Angela S. Choi
- erschienen im Oktober 2010 beim Randomhouse
- ISBN-13: 978-3-630-87339-8
- Taschenbuch mit 288 Seiten (8,99 Euro) oder Ebook (7,99 Euro)
- Leseprobe: beim Verlag
- Leserunde: LovelyBooks

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